Frühsammers Restaurant

3,5 „Schlemmer Atlas“ Kochlöffel: Restaurant mit einer sehr guten Küche
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Flinsberger Platz 8
14193 Berlin, Ortsteil Wilmersdorf
Deutschland

 

Küche und Speisekarte

Küche und Speisekarte

Küchenrichtung

Saisonale, moderne, kreative Küche

Menüs

1 Menü von 99 € bis 185 €

vegetarisches Menü

vorhanden

Apropos vegetarisch

1 / 3 Vegetarisch / Tierisch

Anzahl Weinpositionen

800

Schwerpunkt Weinkarte

Deutschland / Spanien

Sonstiges

Mittagskarte

Empfehlung des Restaurants

  • Seezunge, rote Bete, Meerrettich, Gartenkresse
  • Hirschfilet, Berliner Art: Apfel, Zwiebel, Kartoffel
  • Nougat, Malz, Quitte, weißes Portweineis
 

Informationen

Ausstattung

Einrichtung

kostenfreies WLAN, Bar, Biergarten, Terrasse, Parkmöglichkeit

Kreditkarten

American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte

Plätze Innenbereich
45
Plätze Außenbereich
35

Öffnungszeiten

Dienstags

12:00 – 14:00, 18:00 – 22:00

Mittwochs

12:00 – 14:00, 18:00 – 22:00

Donnerstags

12:00 – 14:00, 18:00 – 22:00

Freitags

12:00 – 14:00, 18:00 – 22:00

Samstags

12:00 – 14:00, 18:00 – 22:00

Sonstiges

Tischbestellung erforderlich

 

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Lage und Anfahrt

 

Bewertungen

1 Bewertung der Schlemmer Atlas Community.

Angezeigt werden die Bewertungen 1-1.

  • userrating
    4 Punkte von einem Benutzer nach einem Besuch am 21. Oktober 2016
    Zuletzt bearbeitet am 07.11.2016Weiterempfehlung:

    Qualität der Speisen
    Qualität des Service
    Ambiente
    Preis/Leistung

    Schwer zu finden, keine Parkplätze, das Entree eher unschön, da allerlei Behältnisse platziert sind, in denen sich die Mitglieder des Tennisklubs, die auch das Gebäude nutzen, die Schuhe reinigen sollen.

    Eingetreten kam ein freundlicher Mitarbeiter auf uns zu und nahm uns die Garderobe ab. Als wir gingen bekamen wir die Garderobe nicht angereicht, es war niemand mehr da. Im Restaurant waren lediglich vier Tische besetzt, diese ordentlich gedeckt, u. a. mit einer bodenlangen Tischdecke. Das Besteck etwas unorthodox auf dem Tisch verteilt. Schön, die vielen Leuchter & Kerzen. Das Interieur gediegen, scheint etwas in die Jahre gekommen. Die Weinberatung kompetent. Wasser gab es gratis. Freundlich, denn in der Regel wird mit bis zu 1000 % Aufschlag kalkuliert. Fragen zum Menü & Wein wurden jederzeit souverän beantwortet.

    Zum Menü. Auf dem Tisch stand gesalzene Butter, ein frisches Brot, Grissini & eine aromatisch gut temperierte Linsencreme. Am Anfang Irritation, eine Reise um die Welt? Arabische Noten, mediterrane Einschläge, asiatische Impressionen, molekulare Küche.

    Grüße a. d. Küche: eine Olivensphere, korrekt gearbeitet, aber doch nur ein Gimmick. Ein Falafel, gut gewürzt, etwas trocken. Außerdem ein Parmesanwürfel, Konsistenz ähnlich einer Crème brûlée, mit filigranen Parmesanchips, lecker. Es folgten drei sehr gute Suppen. Eine kräftige Misosuppe, eine erdige Rote-Bete-Suppe mit Meerrettichschaum & Kürbissuppe (lecker, cremig, wenig Finesse). Zwischendurch, eine Zubereitung von Petersilienwurzel (keine Erinnerung an die Aromen).
    Erster Gang: Tatar v. d. Rinderhüfte. Handwerklich & geschmacklich ohne Makel, optisch ansprechend. Ein schönes Spiel von all dem, was man bei einem Tatar erwartet. Säure (Kapern), Cremigkeit (Eigelb). Angenehme Bitternoten steuerte ein Kräutersalat bei. Des weiteren ein erstklassiger Thunfisch mit Kumquat, Avocado, Rettich. Gelungene Präsentation, geschmacklich ausgewogen. Ein guter Start.
    Zweiter Gang: Saibling perfekt gegart, dazu Topinambur. Dieser wird oft langweilig präsentiert. Hier war es anders. Eigentlich mag ich kein Gemüse in Form von Gel, Schäumen, Sponge, Smoothies oder Püree, denn dem Kleinkindalter bin ich entwachsen und für Breikost, bedingt durch einen Mangel an Zähnen, zu jung. Hier wurde Topinambur geschmort und als samtiges Püree angeboten. Das Püree war in einer ausgebackenen „Schale“ von Topinambur platziert. Die annoncierte Passe-Pierre, habe ich nicht gefunden. Dennoch ein ausgezeichneter Gang.
    Hauptgang: Kalbsfilet, geschmacklich mit wenig Ausdruck. Daneben Kalbbries, dies war hervorragend. Röstnoten von gebratenem Blumenkohl gefielen. Blumenkohl auch als Püree, hier passend. Irgendwo sollte grüner Pfeffer sein, bemerkt habe ich ihn nicht. Beluga-Linsen, mit süßem Balsamessig abgeschmeckt, dieser dominierte das Gericht. Die gute Kalbsjus kam dagegen nicht an. Das Kalbsfilet war ummantelt, was dies war, konnte ich nicht identifizieren. Gewonnen hatte das Filet dadurch nicht.
    Vegetarischer Hauptgang: Allerlei von der Zwiebel, dazu Fregola Sarda. Das Gericht war ausgesprochen gehaltvoll und sättigte ungemein. Die Zwiebeln schön weich, süß, teilweise leichte Röstaromen. Wirklich lecker, mal etwas anderes.
    Danach gab es ein Predessert. Überraschend und sehr, sehr lecker. Ein Kopfsalateis auf weißer Schokolade und Mandarine.
    Das eigentliche Dessert überzeugte zum Finale. Banane, Tamarillo, Zitronengras. Wir hatten Sorge, das Ganze könnte süß, klebrig ausfallen. Aber weit gefehlt, ein wundervolles Dessert. Verschieden Texturen, Temperaturen. Ein hauchdünner Bananenchip, die Säure der Tamarillo, Schärfe des Zitronengrases, eine tolle Komposition, in der man Klasse erkennen konnte. So muss ein Dessert sein. Eine positive Erinnerung, zum Abschluss einer durchaus gelungenen Menüfolge.
    Zum Kaffee gab es reichlich Süßes. Häufig habe ich darauf keine Lust, da gesättigt. Hier musste man zugreifen. Ein Milchschaum in Kombination mit Kaffee-Espuma und superdünner Kaffee-Knusperhippe. Ein handwerklich & geschmacklich ansprechender Dulce di Leche Maccaron. Auch ein Maracujashot gefiel.

    Fazit: Im Frühsammers kann man gut speisen. Was es gibt, bleibt im Vorfeld ein Geheimnis, denn die Website verrät da nichts. Sie wird eher stiefmütterlich behandelt. Die Köchin beherrscht ihr Handwerk. Die Portionen üppig. Die Präsentation der Speisen eher schlicht. Der Service freundlich & gastorientiert. Das Frühsammers ist durchaus ein Ort zum Wohlfühlen. Doch die Mitbewerber schlafen nicht. Berlin ist und bleibt kulinarisch aufregend, da wird es sicher nicht leichter sich am umkämpften Markt zu behaupten.

    Eine kleine Randnotiz. Eine Unsitte, die mir immer wieder auffällt. Wie die Finger des Kochs nicht in den Mund gehören, sollte das Servicepersonal achtsam sein und sich nicht mit Fingern in Haaren oder Gesicht herumzufingern. Schlicht unappetitlich, wenn dann der nächste Teller serviert wird

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