Zu den Auszeichnungen

Sommelièr des Jahres

Jochen Benz (Atelier, Bayerischer Hof, München, Deutschland)

Jochen Benz

„Welches Tier wären Sie gerne?“ werden Menschen häufig gefragt. „Welches ist ihr Lieblingsessen?“ lautet die Standardfrage an Köche. Einem Sommelier aber, der einem Wein mehr Charaktereigenschaften zuschreiben kann, als so mancher Literat seiner Romanfigur, wird die Frage gestellt: „Mit welcher Rebsorte würden Sie sich vergleichen?“ Jochen Benz braucht nicht lange zu überlegen: „Silvaner − wandlungsfähig, mal kernig, mal fruchtig, eben eine spannende Mischung.“

Jochen Benz ist ein Vollblutsommelier. Die Fähigkeit, gutes Essen und Wein mit allen Sinnen genießen zu können, hat er schon früh bei sich erkannt. Sein Berufsweg war vorgezeichnet. Sein Weg führte schnurstracks in die Gastronomie, zunächst als Restaurantfachmann, dann als Sommelier. Weiterbildung und Interesse füllen die eine Seite, Talent und Einfühlungsvermögen die andere Seite der Medaille, die für Erfolg verliehen wird. Nicht alles ist erlernbar. Hier im Bayerischen Hof scheint Jochen Benz angekommen zu sein. Reif für die Lese, um die Früchte seiner Arbeit zu ernten.

Wir waren besonders beeindruckt vom Einfühlungsvermögen eines Jochen Benz, der es verstand, nicht nur den Geschmack des Gastes zu treffen, sondern auch die erklärenden Worte so zu wählen, dass sie nicht nur dem Wein angemessen sondern auch immer dem Gast verständlich waren. So wunderbar wandlungsfähig wie ein Chamäleon. Nur so am Rande: Die Weine passten auch noch hervorragend zum jeweiligen Gang. Unbeschreiblich gut.

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